Am Ende - Teil 1

nach neunundneunzig neuen Versuchen
meiner Seele zu befehlen
dieses Miststück zu verfluchen
kann ich nicht verstehen
und will es auch nicht sehn
dass mein Herz noch immer weint
und sich nach ihrer Nähe sehnt

ich hasse das Gelaber
diesen inneren Konflikt
zwischen Körper und Kadaver
den ich in mir erblick
zwei gespenstige Gestalten
die um meinen Willen streiten
immer wieder hin und her
die eine schreit
ich kann nicht mehr

ich bin mein Richter
und mein Henker
und ich klage mich nun an
wegen seelischer Zerstörung
und verhänge einen Bann
gegen jene der Gedanken
die sie hassen und sie lieben
denn solang sie um mich ranken
werd ich keinen Frieden kriegen

befreit von meinen Sorgen
meinen Ängsten und dem Streit
beginnt ein neuer Tag
und mein Urteil tut mir Leid
nach dem Sturm kommt die Ruhe
und nicht wie sonst so kurz davor
endlich hör ich auch die Stimme
und sie flüstert mir ins Ohr


Geschrieben am: 
6. Juli 2010
Lyrik von: 
Thomas
Länge: 
5:30 Min.
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